Helfen, Spenden, Leben retten!
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AKTUELLES & NOTFÄLLE

2. HALBJAHR 2019

Abschied vom Projekt Vesna (Oktober 2019)

 

Ein Projekt zu beenden, oder abzugeben ist immer auch eine emotionale Sache.
Etwas loszulassen, wofür man sich viele Jahre lang verantwortlich gefühlt hat und in das man unendlich viel Energie, Liebe, Zeit und nicht zuletzt auch Geld investiert hat, ist sowohl Erleichterung, als auch Trauer.

 

Deshalb nehmen wir uns jetzt die Zeit für einen Rückblick auf Erfolge und Herausforderungen, um unseren Fokus dann wieder nach vorne richten zu können.

 

Als wir im Februar 2013 gerade dabei waren unsere nächste Reise nach Serbien zu planen, meldete sich eine liebe Tierschützerin aus Tirol und berichtete von einer anderen Reise, die eine Freundin gerade dorthin gemacht hatte. Dabei hatte sie Vesna besucht und war einigermaßen aufgewühlt über die Zustände, die sie vorgefunden hatte. Sie suchte verzweifelt nach einem Verein der bereit wäre Vesna und ihren Tieren zu helfen. Buchstäblich ihr Überleben zu sichern. Wir erhielten eine Menge Fotos die alleine schon gereicht hätten um jedem klar zu machen, dass es hier fünf vor zwölf war.

 

Tierschutz Sonne war damals in der glücklichen Situation gerade eine beachtliche Spende erhalten zu haben und so beschlossen wir Vesna und ihre Tiere ebenfalls zu besuchen um uns selbst ein Bild zu machen. Wir wussten, dass Vesna damals etwa 40 Hunde und 20 Katzen auf ihrem eigenen Grundstück versorgte und es erschien uns durchaus möglich ihre Situation in absehbarer Zeit massiv zu verbessern.


Wenn wir durch Kastrationen den Bestand der Tiere überschaubar halten, sie medizinisch versorgen und mit Futter unterstützen würden, sollte es bald leichter für Vesna und ihre Tiere werden. Vielleicht waren sogar Hunde dabei, die ein schönes Zuhause in Österreich finden könnten und die Anzahl würde eventuell auch dadurch sinken.

 

Unvergesslich die ersten Stunden die wir in nasskaltem Wetter, bis zu den Knöcheln im Matsch stehend bei Vesna verbrachten. Wir waren sprachlos und wären am liebsten sofort geblieben, um mit anzupacken. Dass Vesna ihre Tiere von Herzen liebt und nach Kräften versucht sie gut zu versorgen, war klar, aber ohne jegliche finanzielle Mittel war es völlig unmöglich auch nur einigermaßen artgerechte Zustände zu schaffen.

 

Um Vermehrung der unkastrierten Tiere zu verhindern, waren sie alle an kurze Ketten gebunden. Einziger Schutz vor allen Witterungen waren zusammengemorschte Hütten, an denen die Ketten befestigt waren. Die Ketten selbst waren direkt um die Hundehälse gelegt und mit Draht fixiert. Glücklicherweise hatten wir eine Menge Halsbänder mitgebracht und so konnten wir als erste Aktion zumindest jedem die Kette vom Hals entfernen und durch weiche Halsbänder ersetzen.

 

Wir waren berührt und aufgewühlt und es gab keinen Schritt mehr zurück. Hier war unsere Hilfe dringend nötig!

 

Bereits wenige Monate später hatten wir ein Kastrationsprojekt organisiert. Mit Hilfe einer engagierten Tierärztin aus Oberösterreich, Mag. Brandstätter und ihren Helfern, waren wir zu Vesna gereist und wild entschlossen keinen unkastrierten Hund, oder Katze zurück zu lassen. Ein Partyzelt und ein IKEA Tisch wurden rasch zum Operationssaal mitten auf dem Grundstück und wir wollten keine Minute verlieren ans Werk zu gehen.

 

Womit wir damals nicht gerechnet hatten, war Vesna’s teilweise hartnäckiger Widerstand manche Hunde operieren zu lassen. Es gab einige Tiere, die eine abgeschlossene Krankengeschichte hatten und Vesna hatte panische Angst, sie könnten die Operation nicht überleben. Tatsächlich waren wir immer noch Fremde für sie und es war uns wichtig Vesna in Entscheidungen mit einzubeziehen und respektvoll ihr Vertrauen zu erlangen. Also ließen wir uns am Ende auch auf Kompromisse ein.


Wir organsierten Kastrationchips für zwei Rüden, beauftragten Vesnas Tierarzt mit weiteren Kastrationen und ließen lediglich zwei Hündinnen unkastriert zurück.

 

Letzteres haben wir bald bereut als wir kurz nach unserer Heimkehr erfuhren, dass diese bereits trächtig waren und kurz darauf 5 bzw.7 Welpen das Leben schenkten. Das war nur der Anfang der raschen Vermehrung des Hundebestandes, denn am Ende des Sommers gab es 23 Hunde mehr in Vesna’s Obhut. Sie waren ihr über den Zaun geworfen und vor der Türe angebunden worden. Wir beendeten das Jahr 2013 bereits mit 60 Hunden.

 

Ein wichtiger Punkt war für uns die Bedingungen für die Hunde und auch für Vesna zu verbessern, was einiges an Baumaßnahmen erforderte.

 

Der Zaun um Vesna’s Grundstück war noch vor unserem zweiten Besuch dort dicht gemacht worden, als Erstmaßnahme um die Hunde von den Ketten zu befreien. Anschließend wurde begonnen die ersten Gehege zu bauen, aber kaum waren wieder ein paar Hunde von der Kette in ein Gehege, gab es neue Hunde. Auch für Vesna’s Katzen wurde ein großes Gehege errichtet, denn die meisten der 20 Tiere lebten bei unserem ersten Besuch tatsächlich in ihrer winzigen Wohnung in Smederevo.

 

Wir konnten immer nur auf Etappen bauen da im Vorfeld zuerst die Finanzierung gesichert werden musste und so entstanden nach und nach Zwinger mit betonierten Böden.

Natürlich mussten auch alle Tiere geimpft werden. Die meisten hatten bis zu unserem Eintreffen noch nie eine Impfung erhalten. So folgten mehrere Impfwellen und die ersten Hunde wurden für eine mögliche Adoption vorbereitet. Vesna hatte wundervolle Hunde und man konnte spüren, wie eng ihre Beziehung zu den Tieren war. Sogar die ängstlichsten Tiere, die niemals für eine Vermittlung in Frage kommen würden, haben Vesna immer vertraut und ihre Nähe gesucht.


Wir können heute nicht alle Details aufzählen was wir laufend für dieses Projekt getan haben um die Lebensbedingungen für Mensch und Tier zu verbessern. Aber wann immer wir hofften eine kleine „Pause“ zu bekommen und eine Art stabilen Zustand zu erreichen, standen wir vor neuen Herausforderungen.

 

Vesna fand keine Arbeit mehr und es war klar, dass wir auch ihren Lebensunterhalt zu den Fixkosten für Smederevo rechnen mussten. Sie brauchte Hilfe und wir bezahlten Helfer, die einigermaßen regelmäßig und verlässlich zu ihr kamen, die Zwinger reinigten, mit den Hunden spazieren gingen und vieles mehr.

 

2015 kam es dann zum Super Gau. Vesna’s Gesundheitszustand war alarmierend, die Anzahl der Tiere mittlerweile auf 70 Hunde und 25 Katzen gestiegen und die immer schon schwelenden Probleme mit den Nachbarn drohten zu eskalieren. Es gab mehrere Giftanschläge auf ihre Hunde, Unterschriften wurden gesammelt um Vesna von ihrem Grundstück zu vertreiben und schließlich kam ein Räumungsbescheid der Stadt Smederevo, der Vesna kaum vier Wochen Zeit gelassen hätte ihre Hunde vom Grundstück zu entfernen. Anderenfalls sollten diese von den Hundefängern geholt und in den städtischen Pound von Smederevo gebracht werden, was ihren sicheren Tod bedeutet hätte. Eine Einspruchsfrist wurde von der Stadt nicht eingeräumt.

 

Innerhalb kürzester Zeit musste eine neue Bleibe für Vesna und ihre Tiere gefunden werden. Glück im Unglück war ein serbischer Helfer der es schaffte die Frist durch persönliche Vorsprache und Bürgschaft beim Bürgermeister zu verlängern, aber es änderte nichts an der Tatsache, dass alles was wir seit Anfang 2013 aufgebaut hatten, vergebens war und wir an einem neuen Ort völlig neu beginnen mussten.

 

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück mussten wir vorerst Vesna überlassen. 6 Liegenschaften konnte Vesna ausfindig machen und besichtigen, doch kaum eine erfüllte die notwendigen Kriterien.


Die Wahl und auch da haben wir Vesna ein Mitentscheidungsrecht eingeräumt, fiel letztlich auf das Grundstück auf dem sie heute lebt.

 

Ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, welches uns auch schöner „verkauft“ wurde, als es sich dann zeigte.

 

Innerhalb weniger Wochen organisierten wir die Restaurierung eines Gebäudes als Vesna’s Wohnhaus, ließen Zwinger errichten, Zäune aufstellen, Elektrizität erneuern. Eine Scheune wurde für die Katzen adaptiert. Tatsächlich konnten wir nicht ständig anwesend sein um jeden einzelnen Baufortschritt zu überwachen und so mussten wir auch bei jedem Besuch bereits Baumängel feststellen und sofort Korrekturen einleiten. 2015 waren wir durchschnittlich alle 2,5 Monate vor Ort, aber auch das schien oft zu wenig.

 

Dass es überhaupt möglich war in einer Großaktion mit Unterstützung vieler Helfer aus Smederevo und Nis die Übersiedelung an einem Tag Anfang Dezember 2015 über die Bühne zu bringen grenzt an ein Wunder!


Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass wir alle am Ende unserer Kräfte waren und nur noch einen Wunsch hatten: Jetzt sollte Ruhe einkehren….

 

Leider blieb es bei diesem Wunsch, denn ab Tag 1 gab es Probleme.

 

Schnell mussten wir entscheiden etwa 20 Hunde nach Nis zu bringen, um Vesna in der harten Anfangszeit zu entlasten. Täglich erreichten uns Hiobsbotschaften, der Strom falle aus, Hunde schafften es Zwingertüren zu öffnen, Katzen die eigentlich endlich Freilauf haben sollten, brachten Unruhe im Hundebereich, Vesna’s Wohnhaus wurde nicht warm, die Wasserleitung zum Haus fror ein, weil sie nicht tief genug verlegt worden war und vieles mehr.

 

Nicht eine Minute konnten wir durchatmen und uns und Vesna in Sicherheit wägen. Ebenso konnte Vesna nicht ankommen und ihren Rhythmus finden.

 

Für jedes gelöste Problem tauchten fünf neue auf. Das Brunnenwasser war nicht in Ordnung. Wir benötigten eine Filteranlage zusätzlich zur Pumpe. Die Vermieter drängten unterdessen auf Kauf der Liegenschaft und zu guter Letzt machte es sich der einzige Nachbar – der lediglich an manchen Wochenenden vor Ort ist – zur Lebensaufgabe Vesna und ihre Tiere auch von dort wieder zu vertreiben. Ständige Beschwerden bei der Gemeinde riefen die Vetinspektion auf den Plan und wir bekamen eine lange Liste von Vorschriften und Zeitvorgaben für immer mehr bauliche Veränderungen.

 

Tatsächlich hatten wir geplant Step by Step und so wie es die finanziellen Mittel – also Spenden – zuließen, alles bei Vesna auf einen gesetzeskonformen Stand zu bringen, aber der Zeitrahmen den wir dafür bekamen war für uns nicht mehr zu schaffen.

 

Irgendwann kamen wir an den Punkt an dem wir entscheiden mussten ob wir die noch vorhandenen Spenden für das Projekt in weitere Umbauten investieren um die Auflagen zu erfüllen, oder ob wir die Liegenschaft kaufen. Für beides reichte das Geld einfach nicht. Kein leichter Entschluss. Wir entschieden uns für die Erfüllung der Auflagen, denn wie könnten wir mit Spendengeldern eine Liegenschaft kaufen von der Vesna dann erst recht wieder vertrieben werden würde, weil kein Geld mehr für die Erfüllung der Auflagen vorhanden war? Abgesehen davon war es uns als Ausländer zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt Landwirtschaftsflächen zu kaufen und so hätten wir maximal die Häuser mit dem kleinen Innenhof kaufen können, nicht aber den Teil in dem die Hunde untergebracht wurden.

Mehr als sechs Jahre waren wir mit dem Projekt Vesna – parallel zu unserem ersten Projekt in Nis – im Dauerstress. Nicht ein Monat ohne neue Probleme und Herausforderungen.

Als schließlich 2018 der Verein „Auf ins Leben“ seine Hilfe für Vesna anbot, waren wir überglücklich und mehr als dankbar. Ursprünglich war eine längerfristige Kooperation geplant, aber es zeigte sich bald dass diese in der Praxis zu kompliziert geworden wäre. Daher nahmen wir das Angebot von „Auf ins Leben“ das Projekt ab Oktober 2019 komplett zu übernehmen gerne an.

 

Am Ende muss es immer um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Schutzbefohlenen gehen und wir sind uns sicher, dass beides nun auch ohne unser Zutun durch „Auf ins Leben“ gewährleistet ist. Trotzdem ist es ein nicht unwesentlicher Schritt für uns, Vesna und ihre Tiere nicht mehr zu betreuen, nach allem was wir gemeinsam erlebt und durchgestanden haben.

35 Hunde konnten im Laufe der vergangenen Jahre von uns an liebevolle Familien vermittelt werden. Für jeden einzelnen sind wir dankbar.

 

Auch haben wir noch 2019 zusätzlich zu den monatlichen Fixkosten eine Menge Geld für dieses Projekt eingesetzt. So haben wir mit € 4000,- die gesetzlich vorgeschriebenen Quarantänezwinger bauen lassen. € 280,- wurden für die notwendige Parasitenbekämpfung aufgebracht und € 960,- für die Herzwurmbeandlung jener Hunde, die wir schon vorher betreut hatten und zusätzliche Versorgung. Schließlich konnte auch noch Vesna’s neues Auto von uns mit € 2.500,- finanziert werden.

 

Nun bleibt uns nur noch Vesna, ihren Hunden und ihren Katzen sowie dem Verein „Auf ins Leben“ von Herzen alles Gute zu wünschen!

 

Zum Schluss möchten wir uns bei jenen vier Spendern bedanken ohne die es überhaupt nicht denkbar gewesen wäre Vesna und die Hunde zu übersiedeln. Ohne deren Großzügigkeit und Vertrauen es heute keinen Vesna Shelter geben würde. Die es uns auch immer wieder ermöglicht haben weiter und weiter zu arbeiten und Wunder wahr werden zu lassen.

Es war weitaus mehr als „Unterstützung“ die wir und somit auch Vesna, durch diese Menschen erfahren haben. Wir können uns nur von Herzen bedanken, denn OHNE Euch hätte das Projekt Vesna bereits vor 4 Jahren ein schreckliches Ende genommen.

 

Unsere ganze Kraft wird nun in Nis gebraucht, wo wir tatsächlich auch vor vielen ungelösten Problemen stehen. Die Tatsache, dass es uns kaum mehr möglich ist Hunde nach Österreich zu vermitteln macht diese Aufgabe nicht leichter. Aber mit eurer Hilfe und euer Vertrauen werden wir unsere Verantwortung weiterhin wahrnehmen und unser Bestes für die tapferen Hunde geben, die weiterhin unsere Unterstützung brauchen.

10. Oktober = WELTHUNDETAG!

 

Das nehmen wir zum Anlass um allen Hundemenschen und ihren treuen Vierbeinern einen wundervollen Tag zu wünschen.

 

Wir möchten aber auch zwei Hunde in unserer Obhut zeigen, die schon sehr, sehr lange darauf warten jemandes "weltbester Hund" zu werden.

 

Sima und Paula warten auf ihrer Pflegestelle in Kärnten, auf die Nachricht in ein für immer Zuhause ziehen zu können.

 

Beide Hunde kamen einst von Serbien direkt in ein Zuhause, doch leider lief nicht alles so wie erwünscht, erhofft, erwartet. Sowohl Sima als auch Paula bringen ihren kleinen Rucksack an Unvollkommenheit mit, aber sie haben schon sehr viel gelernt und im richtigen Umfeld, mit den richtigen Menschen, werden sie sich zu den weltbesten Hunden entfalten können.

 

Bitte gebt beiden Hunden eine Chance und teilt was das Zeug hält, denn irgendwo sind sie, die weltbesten Menschen für Sima und für Paula.

 

Näher Informationen und eine ausführliches Inserat der Hunde findet man HIER!

Eine Patin für Joya

 

UPDATE Oktober 2019: PATIN GEFUNDEN! Joya's Geschichte hat heute das große Herz einer lieben Freundin berührt und sie hat spontan die Komplettpatenschaft für Joya ab November übernommen! Wir freuen uns so sehr für die liebe, alte Hündin - DANKE Sue Almadin!

 

** Mit dem Geburtsjahr 2005 ist Joya einer der ältesten Hunde im Shelter in Nis. Ursprünglich lebte sie im kleinen Mija Shelter, den wir Ende 2015 aufgelöst und die noch vorhandenen Hunde in den großen Shelter übersiedelt haben. 14 Jahre hat diese Hündin inzwischen ausgehalten. Die ersten Jahre mehr schlecht als recht versorgt, denn bevor wir Tierschutzvereine begonnen haben Geld für Futter zu schicken und Tierarztrechnungen zu bezahlen, wurden die Tiere nach Möglichkeit - also nicht einmal jeden Tag - mit altem Brot versorgt. Ab Mitte 2012 bekam sie zumindest jeden Tag Futter. Hundefutter, wenn auch nicht premium Qualität. Sie lebte immer im Freien und hatte als Schutz vor jedem Wetter gerade nur eine Hundehütte. Joya war immer eher unauffällig und zurückhaltend. Nach der Übersiedelung hat es sehr lange gedauert, bis ein Weg gefunden wurde Joya fallweise aus ihrem Zwinger zu holen und mit ihr spazieren zu gehen. Sie hatte richtigen Horror an eine Leine "gefesselt" den Weg vorbei an bellenden und an den Zaun springenden Hunden zu gehen und verweigerte lange Zeit jeden dahingehenden Versuch. Schlussendlich begann Bane, den sie schon vom Mija Shelter kannte, sie hinaus vor das Asyl zu tragen und dann mit ihr kleine Spaziergänge zu machen. Bereits vergangenen Winter bemerkte Ana dass sich Joya schon mit der ersten einsetzenden Kälte kaum noch bewegen wollte. Sie verlor an Gewicht und auch jedes Interesse an ihrer Umwelt. So wurde sie untersucht, aber nichts Auffälliges gefunden. Ana achtete den ganzen Winter besonders darauf, dass Joya immer genug Stroh hatte und zusätzliches Futter bekam. Im Sommer erholte sie sich merklich, legte wieder an Gewicht zu und gab keinen Anlass zur Sorge. Doch kaum war der Sommer vorbei, schickte Ana wieder Bilder die deutlich zeigen, dass Joya wieder schmaler wird und müder.....

 

Wir denken, dass wir nicht mehr lange zögern dürfen Joya aus dem Shelter zu holen. Niemand weiß, wieviel Zeit dieser tapferen Hündin noch bleibt, aber ganz egal wie lange, sie sollte endlich keinen Winter mehr im Freien verbringen müssen. Wir suchen nach einer geeigneten Pflegestelle und beten, dass wir diese auch langfristig finanzieren können.

 

€ 50 kostet die Unterbringung jeden Monat und da wir schon so viele Langzeitsitzer auf serbischen Pflegestellen haben, müssen wir sehr genau kalkulieren.

 

Wir sind dankbar für jede Hilfe und wie immer gilt: Jeder Euro zählt!

 

Wer helfen möchte Joya, eine 14 Jahre alte Hundedame die noch nie in ihrem Leben ein warmes Hundebett im Winter hatte eine Pflegestelle zu ermöglichen, bitte mit VZ "JOYA" via Pay pal, oder Banküberweisung. Sehr gerne auch in Form einer längerfristigen Patenschaft für einen Teilbetrag der monatlich benötigten Summe.

 

Tierschutz Sonne
RAIKA Moosburg-Tigring
IBAN: AT54 3941 1000 0000 6676 / BIC: RZKTAT2K411

Pay Pal an: office@tierschutz-sonne.at / bitte Auswahl "an Freunde" - damit keine Bearbeitungsgebühr abgezogen wird

Welttierschutztag 4. Oktober

...und warum wir noch lange nicht am Ziel sind

 

Das Schönste an aktiver Tierschutzarbeit ist es immer, einem Tier das Leben zu retten, ihm einen Namen zu geben, es zu versorgen und zu pflegen, ihm Sicherheit und bessere Lebensumstände zu bieten und im allerschönsten Fall sogar ein liebevolles Zuhause zu verschaffen.

 

Das Mühsame an aktiver Tierschutzarbeit sind die nach außen hin unspektakulären Dinge, die an der Basis und im Hintergrund passieren. Die langfristige Erhaltung eines besseren Lebensstandards für viele Tiere, vorgeschriebene medizinische Versorgung wie Impfungen, wichtige medizinische Versorgungen für unbekannte Hunde wie Kastrationen. Immer wiederkehrende Dinge wie Futter, Hütten, Böden, Miete, Gehälter etc.

Das aller Mühsamste aber ist es, immer wieder den Hebel dort anzusetzen, wo eigentlich die Veränderungen ihren Beginn nehmen sollten, nämlich bei den Gesetzen des Landes und den dafür verantwortlichen Personen.

 

Seit vielen Jahren sind Kolleginnen in Nis darum bemüht die Verantwortlichen ins Boot zu holen. Sowohl wir von Tierschutz Sonne, als auch unsere Kolleginnen aus UK haben wiederholte Male das Gespräch mit Lokalpolitikern und der Leitung des städtischen Asyls gesucht. Einerseits um zu demonstrieren, dass was immer dort geschieht, auch den Weg an eine breitere Öffentlichkeit findet, aber auch um Vorschläge zu machen und die Kolleginnen vor Ort zu unterstützen.


Doch es ist der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlen. Zuletzt hatten wir ja berichtet, dass sich die Zustände im Pound endlich verbessert haben. Der damals neu gewählte Bürgermeister hatte sich interessiert gezeigt und einige Neuerungen versprachen eine weniger beängstigende Zukunft für die Straßenhunde von Nis. Tierschützer hatten freien Zugang in den Pound, Volontäre begleiteten die Hundefänger um sicherzustellen, dass die Hunde nicht gequält und die Zwinger nicht so voll gestopft werden. Auch hatten sie ein Auge darauf, dass die Tiere nach der Kastration wieder im richtigen Viertel ausgelassen wurden und dass kranke Tiere zumindest ein Minimum an Versorgung bekamen und nicht mit gesunden Hunden zusammen kamen.

 

Leider hat sich das Blatt im Laufe der letzten beiden Jahre langsam, aber unaufhaltsam wieder gewendet. Die Volontäre waren plötzlich nicht mehr aus Tierschützern rekrutiert, sondern wurden von der Stadt angestellt und gingen nur mehr eigenen Interessen nach. Wieder wurden Hunde mehrfach eingefangen und in den Pound gebracht. Haben sie das erste Mal überlebt, dann steckten sie sich oft beim zweiten, oder dritten Aufenthalt meist mit Staupe an. Desinfektion wurde grundsätzlich nicht mehr durchgeführt, sodass der Pound neuerlich zum gefährlichsten Ansteckungsort für Hunde wurde. Noch dazu wurden dann auch noch kranke Hunde wieder ausgesetzt, wodurch die Ansteckungsgefahr inzwischen überall lauert. Tierschützern wurde wieder der Zutritt verweigert und wenn sie einen offensichtlich kranken Hund herausholen wollten, wurde nach Befindlichkeit der Volontäre entschieden ob es möglich war.

 

Darüber hinaus, haben sich in den letzten Jahren neue Gruppierungen und Vereine unter den örtlichen Tierfreunden bzw. vermeintlichen Tierschützern gebildet. Sie arbeiten unterschiedlich, oft gegeneinander und so mancher ist vor allem an der eigenen medialen Präsenz interessiert. Drama Queens und Machomänner setzen sich oft in Szene. Konstruktive Gespräche, sachlich geführte Diskussionen oder Aufklärung, sind oftmals nicht möglich. Ob tatsächlich das Wohl der Tiere das alleinige Ansinnen ist, muss man leider bezweifeln. Illegale Vermittlungsarbeit in die EU setzt dem ganzen noch das Krönchen auf. Für die zuständigen Politiker sind alle diese unterschiedlichen Menschen „die Tierschützer“, ganz egal wie sinnvoll oder korrekt die Arbeitsweise tatsächlich ist. Wie sehr dies die Gesprächsführung, die Verhandlungen erschwert und somit dringend notwendige Veränderungen immer wieder scheitern kann man sich vorstellen.

 

Wir bewundern die unendliche Energie einiger weniger wirklich vernünftigen Menschen, die trotz allem immer wieder ihr Bestes geben, um die Situation zu verändern. Zahllose Anrufe bei Behörden um dringend notwendige Gesprächstermine einzufordern. Ruhe zu bewahren und zum x-ten Mal wieder bei Adam und Eva anzufangen. Denn wie vielfach auch bei uns, sitzen an den entscheidenden Hebeln of Menschen, die keine Ahnung von der Problematik haben und daher auch völlig falsche Lösungsansätze suchen. So „träumt“ man derzeit von einem neuen, riesigen Hundelager, welches „alle“ Straßenhunde von Nis aufnehmen soll. Abgesehen davon, dass wir von Herzen hoffen, dass es nicht so bald Geld für so ein Wahnsinnsprojekt geben wird, ist alleine die Vorstellung ein Alptraum. Und gelöst würde dadurch gar nichts! So haben sich unsere Kolleginnen in den vergangenen Wochen wieder mehrmals mit unterschiedlichen Leuten getroffen, um aufzuklären, zu verhandeln, Vorschläge zu machen und teilweise überhaupt einmal zu erklären, wer eigentlich wofür zuständig wäre. Sie müssen stark und klar in ihren Forderungen bleiben und trotzdem immer versuchen dieses Minimum an Gesprächsbasis mit allen aufrecht zu erhalten.

 

Ein falscher Schritt zum falschen Zeitpunkt könnte vielen unschuldigen Tieren auf grausame Weise das Leben kosten.


Wie bei uns auch, ist vieles abhängig vom politischen Kräftemessen und den Interessen einzelner Personen, denen der Tierschutz generell nicht wichtig ist. Lediglich ihre Position, ihr Ruf und der Wunsch ein Problem gelöst zu haben – was auch immer sie darunter verstehen…..

Was wir dazu beitragen können ist der ständige, aktive Austausch mit unseren Leuten in Nis. Nahezu täglich, jedenfalls mehrmals die Woche besprechen wir weitere Schritte und Vorschläge. Wann immer es notwendig wäre in Form von einer Petition, oder offenen Briefen an die Verantwortlichen heranzutreten, werden wir das tun. Derzeit sind zeitnah noch einige formelle und informelle Treffen geplant und wir zittern immer mit, wenn wir wissen dass diese gerade stattfinden. Abnehmen können wir ihnen diese mühevolle Arbeit nicht, aber unterstützen können wir sie. Auch wenn es uns allen phasenweise den letzten Nerv raubt…..

 

Die untenanstehenden Bilder sind nur einige wenige Beispiele dafür welche Zustände mittlerweile wieder herrschen und wie wichtig es ist dort am Ball zu bleiben. Uns liegt leider eine große Menge an Material vor - inklusive Autopsieberichten und Videos von Einsätzen der Hundefänger und Volontäre - welche uns sprachlos und sehr wütend machen.

 

 

 

 

 

Diese Hündin kämpft aktuell um ihr Leben. Sie kam ohne Auffälligkeiten in den Pound und wurde etwa 10 Tage nach ihrer Freilassung positiv auf Staupe getestet.

 

 

So sehen häufig im public Shelter kastrierte Hunde aus. Ohne ein Mindestmaß an Desinfektion kommt es zu Entzündungen der Wunden. Sehr oft landen Hunde in diesem Zustand wieder auf der Straße.

 

 

 

Diese beiden konnten nicht mehr gerettet werden, nachdem sie sich im public Shelter mit Staupe angesteckt hatten.

 

 

Diese Hündin konnte ebenfalls nicht mehr gerettet werden. Sie kam in gutem Gesundheitszustand in den public Shelter und erlag am Ende einer bakteriellen Infektion, die viel zu lange unbehandelt geblieben war.

Diese Hündin wurde im vergangenen Herbst von den Hundefängern zum ersten Mal eingefangen. Man wollte sie kastrieren, stellte dann - nachdem sie bereits aufgeschnitten war! - fest, das sie trächtig war. Also wurde sie zugenäht und wieder ausgelassen.

 

Einer unserer Arbeiter fand sie kurz danach in einem verheerenden Zustand. Alles hatte sich entzündet und sie drohte an der Sepsis zu sterben. In einer Notoperation durch unseren Tierarzt konnte sie gerettet werden und sie wurde nach einiger Zeit der Beobachtung und nachdem alles gut verheilt und die Nähte gezogen waren, als gesunder Hund wieder in ihr Revier entlassen.

 

Vor wenigen Tagen fand sie eine Tierschützerin in einem Vorort von Nis. Niemals wäre sie dort alleine hin gekommen. Also hatten die Hundefänger sie neuerlich eingefangen und ganz wo anders wieder ausgesetzt.

 

Sie ist völlig abgemagert und ebenfalls Staupe positiv.....Sie wird nun durch eine befreundete Tierschützerin medizinisch versorgt und kämpft um ihr Leben.

Shelteraufbau und Wintervorbereitungen (Oktober 2019)

 

Die ersten von uns bestellten Zwingerelemente wurden geliefert und auch bereits von den Arbeitern verbaut. Viele Teile waren ja nach dem schweren Sturm beschädigt und konnten nicht wieder verwendet werden. Manche wurden notdürftig mit Draht und anderen Metallteilen zusammengehalten, oder geflickt, können aber definitiv nicht so bleiben. Einen Teil der benötigten Elemente konnte Tierschutz Sonne dank eurer raschen Hilfe sofort anfertigen lassen.

 

Weiters warten wir schon sehnsüchtig auf neuen Hundehütten. Auch da waren viele durch den Sturm bzw die umgefallenen Bäume beschädigt worden. Andere wieder sind einfach schon viele Jahre im Einsatz und müssen auch noch vor dem Winter ersetzt werden.

 

Weiters haben wir Holzpaletten geordert, denn auch da gibt es noch ganz dringenden Bedarf nach Sturmschäden und jahrelanger Abnutzung. Bis die neuen Palletten da sind werden die vorhandenen schon vorsortiert. Kaputte werden entfernt und Zwinger mit noch gut erhaltenen Teilen ausgestattet.

 

Auch unsere Kolleginnen der Partnerorganisationen steuern einiges zur Wintervorbereitung zum Wiederaufbau des Shelters bei und wir hoffen sehr mit vereinten Kräften zumindest einen Großteil erledigen zu können.

Upate Granny (Oktober 2019)

 

Granny, die alte Hündin von der Tankstelle mit dem verwachsenen Vaginaltumor, wird regelmäßig von Tierarzt Dr. Misa untersucht. Die Blutwerte werden kontrolliert und der Tumor angesehen. Granny mag Dr. Misa nicht mehr wirklich, weil er sie immer piekst wenn er zu Besuch kommt.

 

Granny's Gesamtzustand ist sehr wechselhaft. Zwischendurch hatte sie gar keinen Appettit mehr, aber in den letzten Wochen geht es ihr den Umständen entsprechend wieder recht gut. Sie frisst gerne (sie benötigt allerdings Spezialfutter), genießt es noch immer im Garten in der Sonne zu liegen und sie liebt ihre Pflegefamilie offensichtlich sehr. Ein großes Glück, dass Sasa und seine Frau damals Platz für Granny hatten und sie aufnehmen konnten. Nicht jede Pflegestelle ist geeignet sich um pflegebedürftige Hunde gut zu kümmern.

 

Wir hoffen von Herzen, dass Granny noch möglichst lange schmerzfrei ihr Leben in Sicherheit und Geborgenheit genießen kann

Tausend Dank dem engagierten Pettrailer Team

 

Gerade weil wir in vieler Hinsicht miteinander verbunden sind, einige *Sonne Hunde* sind bereits *Pettrailer* geworden, wertvolles Wissen über die Tiersicherung ergänzte unsere Erfahrungen in der Prävention, über das Trailen selbst haben wir noch sehr viel mehr über Hunde erfahren dürfen und nicht zuletzt sehen wir die positiven Auswirkungen dieser Arbeit auf Hunde mit unterschiedlichsten Themen, mit denen wir häufig im Tierschutz zu tun haben, freuen wir uns so sehr, dass der *Charity Trail 2019* zu Gunsten unserer Schützlinge stattfand!

Alle TrainerInnen haben unentgeltliche Trainings abgehalten und ihre Trail Teams motiviert dabei zu sein und ein Ticket zu kaufen.

 

Dass dabei so eine tolle Summe heraus gekommen ist hat uns glatt vom Hocker gehauen!

€ 2000,- werden uns helfen unsere Schützlinge in Serbien besonders in den kommenden Wintermonaten gut zu versorgen. Die Vorbereitungen dazu laufen ja bereits auf Hochtouren und wir werden sehr genau überlegen, wie wir diese unerwartete Summe best möglich zum Wohle der Tiere einsetzen. Selbstverständlich berichten wir dann hier und auf unserer HP wie das Geld verwendet wurde.

 

Es bedeutet uns wirklich viel!

Ein neues Auto für Vesna (September 2019)

 

Was so toll klingt hat leider einen nicht so tollen Ursprung. Es war bereits letztes Jahr als Vesna am Abend mit ihrem Auto unterwegs war und plötzlich, während der Fahrt, das Licht nicht mehr funktionierte. Vesna kam dadurch von der Straße ab und hatte einen Unfall. Zum Glück kam Vesna mit einer verstauchten Hand und dem Schock in den Knochen davon.

Versuche das Auto zu reparieren scheiterten leider und da war klar wir brauchen einen Neuen für Vesna.

 

Noch 2018 haben wir, nach Kanalbaukosten und Quarantänezonekosten, nochmal € 2000,- zusammengekratzt und sie zu Vesna geschickt, damit ein neuer Gebrauchtwagen gekauft werden kann. Leider erwies sich das als gar nicht so einfach. Wer glaubt, dass man in Serbien günstig Gebrauchtautos kaufen kann der hat sich getäuscht. In Wahrheit sind Gebrauchtautos in Österreich günstiger zu haben. Doch eine Überstellung und eine Umregistrierung würden dann erst recht wieder den finanzielle Rahmen sprengen.

 

Na wie auch immer jetzt ist er da! Dank der Unterstützung von Dragomir wurde ein knallroter Fiat Panda gefunden und gekauft. Der fährt Vesna künftig, hoffentlich sicher und zuverlässig überall hin. Hvala Dragomir!

 

Ein paar kleine Umbauten werden noch vorgenommen damit er wirklich seiner Funktion als Hundetaxi gerecht wird, denn für den Notfall sollte Vesna auch die Möglichkeit haben Hunde zum Tierarzt zu bringen. Seine Hauptaufgabe wird aber einfach sein Vesna mobil zu halten ob für einen Arztbesuch, Einkäufe oder einen Besuch in der Stadt.

 

Gute Fahrt Vesna!

SIMA wünscht euch allen eine schöne Woche

und bittet euch nicht zu vergessen, dass er immer noch auf ein Fürimmerzuhause wartet!

 

Dieser wundervolle Hund ist so ein großer Schatz! Und er sehnt sich danach bei den richtigen Menschen endlich ganz ankommen zu können. Er ist so liebevoll und kann sö fröhlich sein wie hier, mit Gasthund Cash.


Nein, er ist kein Hund für die Großstadt und ja, er hat Jagdinteresse und die Kraft dieses auch durchzusetzen, wenn Mensch unaufmerksam ist. Aber seine wundervollen Eigenschaften überwiegen jederzeit und wenn er seinem Menschen vertraut und dieser ihn sicher führen kann, ist Sima einfach eine große Bereicherung und Freude!

Bahn frei ..?!

 

Wir haben fast Mitte September und das heißt, wir könnten eigentlich wieder Hunde von Serbien nach Österreich holen da der Urlaubs- und Reiseverkehr vorbei ist und die Temperaturen im gemäßigten Bereich. Also Bahn frei...oder?

 

Ja Bahn frei für die Fahrt ins Glück, aber leider haben wir keine Anfragen.

Vielleicht liegt es ja daran, dass wir keine Fotos verwenden auf denen man vom Hund durch Gitterstäbe angesehen wird,

vielleicht weil wir keine rührseligen Geschichten erzählen sondern den Hund so genau wie möglich beschreiben

vielleicht weil viele unserer Vermittlungshunde auf bezahlten Pflegestellen in Serbien warten und nicht im Shelter

vielleicht weil es unseren Hunden nicht schlecht genug geht und man zu wenig Retter ist wenn man sich für einen von ihnen entscheidet?

 

Falsch - ganz im Gegenteil, denn wird eine Pflegestelle in Serbien wieder frei, dann können wir Notfällen auf der Straße helfen und sie in Sicherheit bringen, oder einem Oldie aus dem Shelter ein warmes Körbchen in den kommenden kalten Monaten ermöglichen, uvm...

 

So gesehen wird man, wenn man einen Hund adoptiert der sich auf einer Pflegestelle befindet, zum zweifachen Retter.

Stellvertretend dafür möchten wir heute DONA ins Rampenlicht stellen, die kleine Pinscherhündin wartet darauf endlich ein Zuhause zu finden.

 

Für ihr Inserat bitte auf das Bild klicken, danke!

 

Eine wichtige Aufgabe unserer Arbeiter in Nis ist es,

 

den Hunden Abwechslung zu bieten. Das kann die Freilaufzeit in einem der Auslaufgehege sein oder ein Spaziergang.

 

Rale ist ja mittlerweile bekannt dafür, dass er gerne mit Hundegruppen spazieren geht. Das gibt ihm nicht nur die Möglichkeit mehr Hunde zu bewegen, es ist für manche Hunde einfach auch sehr hilfreich wenn sie in Begleitung von Artgenossen sind. Oft hilft es ängstlichen Hunden über ihren Schatten zu springen weil sie sich den entspannten Hunden anschließen können.

 

Bei unserem letzten Besuch in Nis war ein Thema, bei der Besprechung mit den Arbeitern, dass die Hund nicht nur auf den Feldwegen spazieren gehen sollten, sondern auch entlang der Straße. So können sie zumindest den gemäßigten Verkehr kennen lernen oder Begegnungen mit einzelnen Personen. Manche Hunde dürfen sogar die Arbeiter zum kleinen Shop begleiten wenn sie Jause oder Getränke kaufen.

Helfen kann so einfach sein 

 

Wenn Du das Futter für Deine Haustiere online über ZooPlus einkaufst, dann kannst Du beim Einkauf spenden ohne Mehrkosten für Dich.

 

Es geht ganz einfach:
1. Geh auf unsere Homepage www.tierschutz-sonne.at

2. Gleich auf der Startseite unter dem gelben Auswahlmenü findest Du den ZooPlus Button
3. Klick auf den Button
4. Du wirst automatisch an ZooPlus weitergeleitet und jetzt,
einfach wie gewohnt bestellen und du spendest dabei.

 

Durch den Einstieg auf ZooPlus über unsere Homepage, bekommen wir einen kleinen Prozentsatz Deines Einkaufs gutgeschrieben und in regelmäßigen Abständen gibt es dann eine Abrechunung und eine Spendenüberweisung von ZooPlus an uns und Kleinvieh macht auch ganz schön Mist. 

 

Für DICH entstehen KEINE Mehrkosten.

Spenden kann so einfach sein - bitte denkt daran, wenn ihr das nächste mal bei ZooPlus Futter, Zubehör, Pflegeartikel, Leckerlies, Transportboxen,...usw. einkauft.

Neues aus Serbien (August 2019)

 

Vesna Shelter

Vor einiger Zeit hat Vesna neue Schläuche besorgt und wir haben berichtet, dass wir divereses Anschlusszubehör schicken werden. Über einen kleinen Umweg über Nis sind letzte Woche die Anschlussteile per Post bei Vesna angekommen und sind schon im Einsatz.

 

Nis Shelter

Pixie, einer unserer Schützlinge in Nis hatte erneut mit Blasenproblemem zu kämpfen und daher wurden genauere Untersuchungen angeordnet. Was die Voruntersuchungen zeigten hat sich dann bei der Operation bestätigt. Pixie hatte einen sehr großen Stein in der Blase der neben den laufenden Entzündungen natürlich auch große Schmerzen bereitete. Der Stein wurde entfernt, Pixie hat sich gut von der OP erholt und bekommt nun Spezialfutter. Kosten für die gesamte Behandlung und OP: € 150,-

Ana zu Besuch in Österreich (August 2019)

 

Wir haben ja bereits berichtet, dass unsere Kollegin Ana bei Rebekka in Oberösterreich zu Besuch war.

Ein Tag wurde eingeplant um Alexandra Frauenberger zu besuchen. Zum einen wollten wir Ana diesen wunderbaren Ort zeigen Frauenbergers Wohnen und Gartenaccessoires der einen in eine ander Welt bringt, und zum anderen sollten sowohl Ana als auch Alexandra die Möglichkeit haben sich persönlich kennen zu lernen. Groß war die Freude, als wir erfuhren, dass auch Gerlinde Boross da sein wird. Wir haben geratscht und gequatscht, wurde mit einem köstlichen 3-Gänge-Menü verköstigt, konnten durch das Geschäft und den Garten schlendern, haben Hunde gestreichelt und uns über ihre Entwicklung gefreut, köstliche Bowle mit Melone getrunken und verbrachte schlichtweg einen fabelhaft schönen Tag mit Alexandra, ihren Hunden Mitja, Ceda, Molly, Sam, Medena und Gerlinde mit Pflegehund Zazu.

Doch wer Alexandra kennt, der weiß, dass das noch nicht alles ist. Denn die Gelegenheit wurde auch genutzt um offiziell den Erlös vom Frauenbergers Wohnen und Gartenaccessoires Schönwettercafe, plus dem Inhalte der aufgestellten Spendenboxen zu überreichen.


Wir waren sprachlos über den Inhalt der Keksdose - und um euch ein Gefühl zu geben was mit diesem Geld alles möglich ist ein paar Beispiele.

 

Mit dem Erlös könnten
- 4,7 t Futter in Serbien gekauft werden
- oder 184 Hunde gegen Tollwut geimpft werden ink. Chip und Impfpass
- oder 224 Hunde grundimmunisiert werden = 2x Mehrfachimpfung
- wir könnten aber auch für 15 Monate die Miete des Shelters bezahle welche sich leider ab September erhöht. Es gibt so vieles was man machen könnte!

 

Von Alexandra wissen wir was ihr besonders am Herzen liegt und so werden wir die Spendensumme verschiedenen Bereichen zukommen lassen.

 

Viele Dank an alle, die geholfen haben diese fantastische Spende zu ermöglichen.

Danke an Alexandra Frauenberger und Gerlinde Boross für einen wunderschönen Tag der viel zu früh zu Ende ging, aber keine Sorge, wir kommen wieder!

RUN FREE OLD MAX

 

Eigentlich war geplant heute noch einen weiteren Bericht über den Besuch von Ana zu posten. Leider müssen wir diesen nochmals verschieben.

Vor wenigen Minuten erreichte uns eine sehr traurige Nachricht. Old Max hat für immer seine Augen geschlossen.

 

Old Max hat eine bewegende Geschichte hinter sich, die kaum zu glauben ist. Er war der Hund eines serbischen Ehepaares bzw. gehörte er dem Mann. Der Mann starb als Max ein Jahr alt war. Seine psychisch kranke Frau war nicht in der Lage sich um Max zu kümmern und daher lebter er über 10 Jahre nur und ausschließlich in der Wohnung der Frau. Keine Spaziergänge, keine medizinische Versorgung und oft viel zu wenig Futter. Die Nachbarn sahen den Hund nie doch sie hörten sein Bellen. Ob Max eines Tages die Flucht gelang oder die Frau ihn ins Stiegenhaus setzt weiß man nicht, aber Max wusste nicht wie ihm geschah. Er bellte, sprang gegen die Wohnungstüren der Nachbarn, lief ihnen nach und wieder zurück. Die Nachbarn verständigten die Polizei.

 

Der städtische Pound hatte nicht geöffnet da es Wochenende war und so konnten auch die Hundefänger nicht gerufen werden. Die Polizei wollte Max einschläfern lassen, da sie ihn für aggresiv hielten. Zum Glück konnte ein Nachbar Max sichern und alle überzeugen, dass es nicht notwendig wäre Max einzuschläfern, aber er müsste wo anders untergebracht werden. Die Vetinspectorin wurde hinzugeholt und sie kontaktierte Ana, und verlangte dass sie den Hund in den Shelter bringen sollte. Ana machte sich auf den Weg und konnte kaum glauben was sie sah. In den Shelter konnte man Max in diesem Zustand nicht bringen und so suchte Ana nach einer Pflegestelle für ihn.

 

Anfangs halfen ein paar Organisationen mit Spendenaufrufen zusammen um Max zu versorgen, doch als dieses Geld aufgebraucht war, ist Ana privat für Max aufgekommen. Doch die Gesamtkosten (Pflegestelle, Spezialfutter, medizinische Versorgung, Medikamente) sprengten schnell den Rahmen. Trotz zu wenig Budget für weiter Pflegehunde sind wir als Verein eingesprungen und haben immer wieder mit den Pflegestellenkosten geholfen. 2017 sind wir fix mit der Übernahme der PS-Kosten eingestiegen und bei jedem Besuch in Serbien war Max auf der Liste jener Hunde die wir besuchten.

 

Er erholte sich gut, nahm zu, sein Fell wurde wieder schön und er genoss die fürsorgliche Behandlung seiner Pflegestelle und sein Hundebett. Doch er wurde mit jedem Jahr älter und die alten Leiden ließen sich nicht mehr heilen.

 

Max ging es leider im letzen Jahr immer schlechter und schlechter. Er litt an Spondylose, seinen Organe waren stark geschädigt und konnten nur bedingt ihre Aufgabe erfüllen. Immer wieder hatte er Schmerzen und Ana versuchte mit allen Mitteln ihm zu helfen. Vorgestern bekamen wir die Nachricht, dass es Max sehr schlecht geht. Dr. Misha kam vorbei und gab ihm Infusionen und Medikamente. Ein letztes mal bäumte sich Max auf und gestern ging es ihm um einiges besser. Doch wir kennen dieses letzte aufflammen von Kräften bevor sich ein Hund für immer verabschiedet.

 

Max hat vor einer Stunde diese Welt in gewohnter Umgebung und von Ana begleitet verlassen.

Run free old Max - wir werden dich nicht vergessen. Wir haben versucht Dir noch ein paar schöne Jahre zu schenken und wir wissen es ist uns gelungen, denn vom verängstigten, verstörten Hundemann konntest du dich zu einem ruhigen, gelassenen und freundlichen Wesen verwandeln das so viele Menschen berührte.

 

Thank you Ana Krstic for taking care of old Max and to stay with him until he took his last breath. You were his angel for many years now he will watch over you from the other side.

Ana zu Besuch in Österreich (August 2019)

 

Letzte Woche hatten wir Besuch. Ana Krstic, unsere liebe Kollegin aus Nis war für ein paar Tage bei Rebekka in Oberösterreich zu Gast. Also eigentlich sollte es ein ganz privater Besuch werden und Ana sollte Zeit haben sich auszuruhen, zu genießen und einfach Energie zu tanken.

 

Aber ganz ohne Hunde geht das natürlich nicht und ihr könnt euch vorstellen, dass viele Stunden darüber gesprochen wurde was in Nis so los ist, dass Pläne geschmiedet wurden, Probleme frei angesprochen und eine Lösung gefunden wurde und vieles mehr. Tierschutzarbeit eben - die passiert fast immer in der Freizeit, unentgeltlich und ehrenamtlich.

 

Doch dann gabs da noch etwas mehr "Hund" und so haben wir einen Nachmittag bei Yvonne Capitain verbracht und Ana konnte einige Hunde nach lange Zeit wieder sehen und die Familien kennenlernen.

Vielen Dank Yvonne Capitain für die Gastfreundschaft, die Verköstigung und die tolle Zeit bei Dir.


Ein Danke auch an Sabine Zerbes die mit Jimmy da war, an Elfriede Meznik mit Paula und an Babsi Lang und Phillipp die mit Gara und Milli zum Treffen kamen. Wir haben den Nachmittag sehr genossen.

 

Ana hat im Vorfeld angefragt ob es die Möglichkeit gäbe ein Tierheim zu besuchen und Dank Isabella Wambacher konnt ein Kontakt zum Tierheim Linz hergestellt werden und Betty Hubner hat uns dann alles gezeigt. Es war super spannend, interessant und ein sehr, sehr nettes Treffen. Neben der Besichtigung vieler Räumlichkeiten hat Betty uns auch aufgeklärt wie der Ablauf im Tierheim ist von der Quarantäne bis zu den Bewohnern die schon seit vielen Jahren im Tierheim auf ein Zuhause warten. Natürlich war auch Pro und Kontra vom Auslandstierschutz ein Thema und wir konnten gut nachvollziehen, dass die Tierheime ein wenig die Nase voll haben. Vor allem von Vereinen die sich mit mehrer Hunder Vermittlungen pro Jahr brüsten, sich jedoch im Falle des Falles aus der Affäre ziehen. Auslandstierschutz ja, da sind wir uns einig und auch darüber wie es funktioneren sollte und das vor allem ein unüberlegtes Hereinkarren von Hunden nicht der richtige Weg sein kann. Hilfe vor Ort, Kastrationsprojekte vor Ort, Aufklärung vor Ort und wenn dann gut überlegte Vermittlungen - besser weniger aber dafür für immer.


Ana war sehr erfreut zu sehen wie viele Helfer im Tierheim Linz an diesem Sonntagnachmittag waren. Alle waren fleißig, haben den Hunden und Katzen Zeit geschenkt, sind mit den Tierheimbewohnern spazieren gegangen und vieles mehr. Trotzdem war es weder hektisch noch unruhig und das zeigt schon von viel Kompetenz und einem gut funktionierendem System. Wir haben viele Eindrücke mit nach Hause genommen und auch die eine oder andere Idee, welche wir im Shelter umsetzen möchten.


Wir bleiben in Kontakt haben wir bei der Verabschiedung gesagt und wir werden versuchen uns gegenseitig zu helfen.


Hvala Betty Hubner, für diesen tollen, spannenden, sehr kommunikativen und sehr netten Nachmittag. Ihr leistet tolle Arbeit!

 

Bevor es für Ana zurück nach Nis ging reisten wir noch nach NÖ und besuchten Alexandra Frauenberger aber diese Geschichte gibt es erst morgen.

R.I.P. MIRNA

Mai 2005 - 13.08.2019

 

Gestern erreichte uns die traurige Nachricht von Vesna, dass Mirna ihre schönen und liebevollen Augen für immer geschlossen hat.

 

Mirna kam 2014 zu Vesna und sie war von Beginn an sehr zugänglich und freundlich zu uns Menschen. Sie liebte jede Form der Zuwendung und Aufmerksamkeit. Lange Zeit versuchte wir Mirna einen Titertest für die Ausreise zu ermöglichen, doch sie brachte viele gesundheitliche Probleme mit und so wurde nie etwas daraus. Herzwurm, Herzproblem, diverse Erkrankungen die sich aber gut mit Antibiotiker behandeln ließen, ein Lipom das sehr große Ausmaße bekam, schlechte Zähne und vieles mehr. Operationen waren nicht möglich, da ihr Herz diese eventuell nicht überstanden hätte und Vesna und auch der Tierarzt die Angst hatten sie würde die Narkose nicht überleben.

 

Trotz alledem erreichte Mirna das stolze Alter von 14 Jahren, was unter diesen Lebensbedingungen als sehr hoch angesehen werden kann. Das hatte sie auch der führsorglichen Pflege von Vesna zu verdanken.

 

Mehrmals bekamen wir in den letzen Jahren die Meldung, dass es Mirna schlecht geht und sie dem Tode nahe sei, aber diese kleine Hundedame kämpfte sich immer wieder ins Leben zurück.

 

Die letzen Tage war es in Serbien unsagbar heiß +37° C und mehr. Mirnas Herz war schwach, ihr Körper müde und die Hitze trug den Rest dazu bei. So schloss die bezaubernde Terrierhündin, deren Passion es war die Ratten im Shelter zu erlegen, gestern für immer und in Frieden ihre Augen.

 

Run free Mirna, du bist nun in einer besseren Welt, dort kannst du laufen und toben, jagen und stöbern. Wir werden dich schmerzlich vermissen!

Aufräumarbeiten nach dem Sturm (August 2019)

 

Es ist geschafft!
Bereits am Sonntag konnten alle umgestürzten Bäume und herabgefallenen Äste entfernt werden. Vier freiwillige Helfer, drei unserer Arbeiter und unserer unermüdliche Kollegin Ana haben schwer geschuftet.

 

Zum großen Glück hatte einer der Freiwilligen Helfer eine Kettensäge mit und so ging es natürlich viel schneller, wenn auch nicht immer einfacher.

 

Die kaputten Zwingerelemente wurde ausgetauscht, doch dafür mussten andere Zwinger verkleinert oder umgebaut werden um genügend Elemente zur Verfügung zu haben. Somit sind aber wieder alle Hunde sicher untergebracht bis neue Elemente bestellt und geliefert werden.

 

Einige Holzböde wurden zerstört und auch ein paar Hundehütten wurden beschädigt. Wir warten noch auf eine genau Aufstellung was benötigt wird.

 

Zwischenzeitlich überstürzen sich gerade die Ereignisse und so hat es erneut einen Einbruchversuch in den Shelter gegeben. Die Diebe haben versucht an Futter und an Werkzeug, welches im alten Haus verschlossen aufbewahrt wird zu gelangen. Fast alle Vorhängeschlösser bei den Eingängen in den Shelter und den Abteilen im großen Haus und den Metallcontainern in denen das Futter verwahrt wird, sind beschädigt. Von den drei Wildkameras die wir nach Nis geschickt haben sind nur noch zwei funktionstüchtig und so gibt es leider weder Videos noch Fotos von den Einbrechern.

 

Gute Wildkameras sind leider nicht gerade günstig, zusätzlich werden Speicherkarten und unzählige Akkus benötigt damit 24h 7 Tage die Woche aufgezeichnet werden kann. Der Bewegungsmelder der Kamera wird oft durch die Hunde aber auch durch andere Tiere ausgelöst und somit kommen viele Betriebsstunden zusammen.


Wie wir es künftig lösen können, welche Organisation wieviel Budget für die Neuanschaffung von Wildkameras hat muss erst geklärt werden.

 

Ihr seht Ana muss auf 5 Hochzeiten gleichzeitig tanzen und daher braucht es immer etwas Zeit bis wir alle Informationen, Bilder usw. bekommen.

 

Daher bitten wir noch um etwas Geduld was die Sachschäden und die anfallenden Kosten dafür betrifft.


Wir haben im ersten Schritt den Freiwilliegen Helfern Hundefutter für ihre eigenen Tiere zugesagt und der nette "Kettensägenmann" bekommt einen Tankgutschein. Unsere Arbeiter bekommen natürlich ihre Überstunden bezahlt.

 

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern die bereits gespendet haben um den Shelter wieder in Schuss zu bekommen.


Es ist immer wieder ein tolles Gefühl wenn man merkt was möglich ist, wenn Unterstützer vor Ort und hier in Österreich zusammen helfen.

 

Hvala im Namen der Hunde!

DANKE an Patrick & Philip!

 

Gerade wenn wir so wie jetzt aktuell mehr Probleme als Lösungen für unsere Schützlinge haben, berührt uns die Hilfsbereitschaft lieber Menschen besonders.

 

So möchten wir uns heute von ganzem Herzen bei Patrick Pirker (Nails by Patrick) und Philip Oezelt (Hair by Philip) bedanken!

 

Diese beiden wunderbaren Menschen haben unsere Arbeit selbst bei einer Veranstaltung von gemeinsamen Freunden kennengelernt und beschlossen unsere Projekte im Rahmen ihrer eigenen Geschäftseröffnung zu unterstützen.


Sie bereiteten eine Tombola zu Gunsten von Tierschutz Sonne vor und motivierten ihre zahlreichen Eröffnungsgäste die Spendenkasse zu füllen.

€ 340,- konnten sie am Ende zählen und ließen es sich nicht nehmen diese auch persönlich zu uns zu bringen.

 

Dass Patrick und Philip wahre Tierfreunde sind wissen wir schon lange, aber sie mitten unter unseren Hunden zu sehen war eine wundervolle Bestätigung ihrer echten Tierliebe!

Wir haben ihren Besuch hier bei uns sehr genossen, viel gelacht und uns ausgetauscht.

DANKE euch und euren KundInnen für euer Engagement und eure Großzügigkeit! Wir werden euch in weiterer Folge auch noch wissen lassen wofür wir diese Summe konkret eingesetzt haben.

Verwüstung im Shelter nach dem Sturm (August 2019)

 

Sonntag 04.08.2019

Heute sind ein paar freiwillige Helfer in den Shelter gekommen um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Ana hat verzweifelt versucht eine Arbeiter zu finden der mit einer Kettensäge die Bäume in Teile schneiden kann. Anfangs hatte sie keinen Erfolg und so wurde mit dem wenigen Werkzeug, das vorhanden ist gearbeitet. Wir reden hier vom Baumscheren und einfachen Sägen aber damit kann man numal keine Bäume zerlegen.

 

Doch weil die Wunder offenbar diesesmal nicht enden wollen :-), kam tatsächlich noch ein freiwilliger Helfer in den Shelter und brachte seine Kettensäge mit.

 

Ist es nicht schön zu wissen, dass es dann doch immer wieder Menschen gibt die sich bereit erklären zu helfen? Wir freuen uns auf jeden Fall und wir freuen uns auch sehr über die ersten Spenden die eingetrudelt sind für den Wiederaufbau des Shelters.

Vielen, vielen DANK!

 

Samstag 03.08.2019

Erste Bilder haben uns erreicht und sie sprechen für sich. Umgestürzte Bäume, heruntergefallene Äste, zerstörte Zwingerwände. Zum Glück und wie durch ein kleines Wunder sind alle Hunde unverletzt aber zum Teil sehr verschreckt. Es muss ein schauriges Erlebnis für die Hunde gewesen sein, wenn rund herum alles in sich zusammenstürzt.

 

Wie hoch der Sachschaden ist, wissen wir noch nicht. Mit Sicherheit werden wieder neue Zwingerelemente und Zwingereingänge benötigt, eventuell auch Hütten. Die extrem wichtigen Schattenspender für den Sommer können wir nicht so einfach ersetzen aber wir werden auf jeden Fall auch Jungbäume, kaufen und nachpflanzen. Ohne Bäume und deren kühler Schatten, wird der Shelter zum Schmelzofen im Sommer. Auch werden wir mit Überstunden der Arbeiter rechnen müssen oder eventuell sogar mit Kosten für zusätzliche Kräfte.

 

Sobald wir wissen, was alles benötigt wird werden wir einen Spendenaufruf zum Wiederaufbau starten wer sofort helfen möchte kann das natürlich auch gerne machen:

 

Spendenkonto: Tierschutz Sonne

IBAN: AT54 3941 1000 0000 6676

BIC: RZKTAT2K411

PayPal u. Kreditkarte über www.tierschutz-sonne.at

Verwendungszweck: STURMSCHÄDEN

 

Bitte bleibt dran und helft uns den Hunden in Nis wieder eine sicher Unterkunft zu schaffen.

 

Gestern Abend/Nacht (August 2019) ist ein schwerer Sturm über Serbien gezogen.


Im Shelter in Nis hat er eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Kaputte Zwinger, umgestürzte Bäume, Chaos...
Ana und die Arbeiter sind gerade vor Ort und wir werden wieder berichten sobald wir genaue Informationen und Bilder haben.

 

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Update Vesna (Juli 2019)

 

Durch den nun bereits Monate dauernden, größtenteils notwendigen Umbau bei Vesna und ihren Tieren, bekommen wir kaum aktuelle Updates und Informationen.

Vesna hat wenig Erholungsphasen und ist schnell überfordert wenn wir sie um Bilder und genaue Details bitten, was wir natürlich respektieren.

 

Daher haben wir uns sehr gefreut als Sasa, eine liebe Freundin, die vor ihrem Auswärtsstudium regelmäßig bei Vesna geholfen hat zu Besuch war und uns zumindest einige aktuelle Bilder und Nachrichten übermittelt hat. 

 

Derzeit kommen wir von Tierschutz Sonne ja nach wie vor für die laufenden Kosten und Vesna’s Lebenshaltung auf, die wir von euren Spenden bezahlen.


So auch die monatliche Futterlieferung für die Grundversorgung der Hunde. Auch die Stromrechnungen – derzeit dauerhaft hoch, weil die Wasserpumpe auf Hochtouren läuft (in Serbien ist es ähnlich heiß wie bei uns hier) und zahlreiche Arbeitsgeräte auch nur mit Strom laufen.


Ebenso die medizinische Versorgung und Nachimpfungen der Hunde von denen wir wissen und die seit Beginn unserer Arbeit bei Vesna leben, oder vor Herbst des vergangenen Jahres dazu gekommen sind.

 

Auch einen fixen Betrag für die Bezahlung von Helfern finanzieren wir aktuell noch. Leider hat Vesna aber nachwievor niemanden gefunden der längerfristig bereit war zu bleiben und sie bei der täglichen Arbeit regelmäßig zu unterstützen. Verlässliche Arbeitskräfte in Serbien zu finden gestaltet sich ja besonders schwierig, wie wir auch aus Nis wissen. Aber wir halten alle Daumen, dass sich das irgendwann ändern wird!

 

Eine massive Erleichterung für den Arbeitsalltag ist der neue lange Gartenschlauch, für den unser Team im Frühjahr das Geld bei Vesna gelassen hat. Der in die Jahre gekommene alte Schlauch, der bei der Übersiedelung von Vesna angeschafft wurde konnte seinen Dienst nicht mehr voll erfüllen und so musste ein neuer her. So eine simple Sache, aber sehr effektiv da Vesna keine Kübel und Kannen mehr zu den Zwingern transportieren muss, sondern sowohl zum Reinigen der Zwinger, als auch zum Befüllen der Näpfe lediglich den Schlauch weiter führen muss. In Verwendung ohnehin schon länger, aber jetzt haben wir endlich auch Beweisbilder bekommen – tadaaaaa 


Anschlussstücke werden wir auch noch organisieren.

Eine Neuanschaffung ist auch das meterlange Verlängerungskabel um den Hochdruckreiniger, welcher von "Auf ins Leben" gesponsert wurde, im Hundebereich mit Strom zu versorgen. Dass die Zwinger wirklich sauber sind, konnten wir jedenfalls auf den spontan geschossenen Fotos deutlich sehen.

 

Das Stroh für den Winter wurde unter Dach eingelagert und wartet dort auf seinen Einsatz.

Schlechte Nachrichten gibt es von Mirna und Kiki. Die beiden Terriermädels, die wir schon so lange kennen und aufgrund ihrer Menschenfreundlichkeit fest in unser Herz geschlossen haben, sind beide nicht gesund und somit vermutlich nie mehr zu Vermitteln. Mirna hat es nie bis zum Tollwut Titer geschafft. Sie laborierte lange an Herzwurmproblemen. Wann immer wir in den letzten Jahren nachgefragt hatten, erklärte uns Vesna dass sie nicht gesund genug wäre und weitere Behandlung bräuchte. Nun ist sie laut dem letzten Test der von „Auf ins Leben“ für alle Hunde organisiert und finanziert wurde endlich Herzwurm frei, aber ihr kleines Hundeherz braucht jetzt dauerhafte medikamentöse Unterstützung durch Vetmedin. Die Kosten dafür belaufen sich auf € 50 / Monat.

 

Kiki wiederum, deren Tollwutauffrischung Vesna leider im vergangenen Jahr übersehen hat und die somit bis auf weiteres aus der Vermittlung genommen werden musste, hat nun einen positiven Herzwurm Test. Somit steht auch für sie ein neuerlicher Versuch ein liebevolles Zuhause zu finden in weiter Ferne.

 

Besonders traurig für sie, da sie aufgrund des Platzmangels bei Vesna in einem kleinen Zwinger leben muss und selten die Möglichkeit hat zu laufen und ihrem Bewegungsbedürfnis nachzukommen. Der große, schattige Zwinger den sie zuletzt bewohnte wurde für den Quarantänebereich benötigt und so musste Kiki umziehen. Zumindest wird sie nicht mehr von Fips gemobbt, der sie häufig maßregelte wenn sie ihrer Sehnsucht nach Kontakt zu Menschen nachkommen wollte.


Am Ende teilt sie doch ihr Schicksal mit so vielen Hunden in Serbien und überall auf der Welt, die ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen müssen und wohl niemals erfahren, wie schön ein Hundeleben sein könnte.

 

Wir hoffen für Vesna, dass nun bald alle Bauarbeiten abgeschlossen sind und wieder Ruhe und auch Ordnung einkehren kann. Denn der Winter wird ohnehin wieder eine große Herausforderung für sie.

 

Wir bedanken uns von Herzen bei unseren treuen Unterstützern, die insbesondere für Vesna und ihre Tiere immer wieder da waren und uns ermöglichten im Laufe der Jahre Hundeleben zu retten und laufende Verbesserungen für Vesna und die Tiere zu bewirken – wir danken euch!

Unsere Kontoverbindung:

Tierschutz Sonne

RAIKA Moosburg-Tigring

IBAN:

AT54 3941 1000 0000 6676 

BIC: RZKTAT2K411

 

Bitte geben Sie einen Verwendungszweck an!

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

 

Spenden via PayPal:

 

An unsere lieben Hundefamilien, die ihr Heim bereits mit einer serbischen Fellnase "geschmückt" haben:

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